Islamische Theologie


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Förderung und Entwicklung der Nachhaltigkeitsbildung bei muslimischen Jugendlichen in Niedersachsen“ (FEMNI) 

Das Projekt „Förderung und Entwicklung der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung bei muslimischen Jugendlichen in Niedersachsen“ (FEMNI) an der Universität Osnabrück wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Projektleitung: Dr. Michael Kiefer

Wissenschaftliche Mitarbeiter/in: Şeyma Kilic, M.A., Sören Sponick, M.A.

Der Beitrag von Religion(en) zur Gestaltung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft wird derzeit in wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten breit diskutiert. Besonders das transformatorische Potential des Islams, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben, ist theologisch vielfach belegt. Bislang fehlt es aber an Untersuchungen, welche die theologischen Argumente empirisch untermauern. Welches ökologische Problembewusstsein weisen insbesondere muslimische Jugendliche auf? Bestehen Zusammenhänge zwischen der islamischen Religion und Nachhaltigkeitshandeln?  Wie lassen sich muslimische Jugendliche am besten zivilgesellschaftlich für Umweltbelange mobilisieren? Diese und weitere Fragen wird das Projekt „Förderung und Entwicklung der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung bei muslimischen Jugendlichen in Niedersachsen“ (FEMNI) an der Universität Osnabrück untersuchen. Gefördert wird das Vorhaben mit 125.000€ von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Das Projekt zentriert auf die Bedeutung von Umwelt- und Nachhaltigkeitshandeln im Alltag der Jugendlichen und arbeitet heraus, welche Rolle eine nachhaltige und umweltbewusste Lebensweise für diese spielt. Zugleich fördert FEMNI die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung der an dem Projekt teilnehmenden muslimischen Jugendlichen durch verschiedene Themenworkshops.

Die wissenschaftliche Forschung zu Nachhaltigkeit und Klimawandel ist derzeit durch einen starken Fokus auf wirtschaftlichem, politische und technologische Lösungen geprägt, so die Nachhaltigkeitsforscher Fabian Huber und Jens Köhrsen. Dabei werde die Religion als potentiell wichtiger Faktor häufig nur randständig behandelt. In wissenschaftlichen Debatten um Religion und Ökologie werde hingegen betont, dass Religionsgemeinschaften zentral seien, um den nachhaltigen Wandel in modernen Gesellschaften voranzutreiben. Denn sie verfügten über Ressourcen (z.B. den Einfluss auf Weltbilder und Werte), die notwendig für den Wandel seien, den aber andere soziale System, wie etwa Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik, nicht mobilisieren könnten. 

Ausgehend von dieser skizzierten Lage untersucht FEMNI den Einfluss des Islams auf das Umwelt- und Nachhaltigkeitshandeln muslimischer Jugendlicher aus einer theologischen, soziologischen und erziehungswissenschaftlichen sowie aus Perspektive der Engagementforschung. Dazu kooperiert FEMNI mit der Muslimischen Jugendcommunity Osnabrücker Land (Mujos e.V). Der Verein kann auf eine lange Tradition in der Arbeit mit muslimischen Menschen in der Region Osnabrück zurückblicken.

Das siebzehnmonatige Forschungsprojekt wird in mehreren Hinsichten eine hohe Relevanz für die derzeit in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit geführten Diskussionen um eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft haben.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Michael Kiefer,
Universität Osnabrück 
Institut für Islamische Theologie (IIT) 
Tel. +49 541 969 6220
E-Mail: michael.kiefer@uni-osnabrueck.de